14 Nov

Abfertigung Alt – das unterschätzte Risiko

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Abfertigung Alt – das unterschätzte Risiko

Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Start der Vorsorgekassen gibt es in Österreich noch immer tausende Arbeitnehmer im System „Abfertigung Alt“. Für Unternehmer stellt dies ein enormes Liquiditätsrisiko dar, das von Jahr zu Jahr anwächst. Das Risiko bleibt sogar bei einem Betriebsübergang bestehen.

Alle, die noch nach der alten Regelung eine Abfertigung erwarten, verfügen zumindest über einen Anspruch von 4/12 des letzten Jahresbruttogehalts. Mit 25 Dienstjahren verdreifacht sich dieser Anspruch auf 12/12!

Die Wahrscheinlichkeit, dass zukünftig ein Dienstnehmer mit Ansprüchen aus dem System „Abfertigung Alt“ selbst kündigt, geht gegen 0.

Die Beträge, die ein Unternehmen für die Abfertigung aufbringen muss, sind dementsprechend enorm und wachsen zudem noch ständig an.

Eine wenig bekannte, aber unangenehme Regelung sieht das AVRAG vor. Demnach haften nämlich der Veräußerer und der Erwerber eines Unternehmens für vor dem Zeitpunkt des Betriebsübergangs entstandene Verpflichtungen solidarisch. Darüber hinaus haftet der Veräußerer für Abfertigungsansprüche, die nach dem Betriebsübergang entstehen, bis zu fünf Jahre nach!

Wichtige Fragen, die sich für jedes Unternehmen ergeben:

  • Welche Vorsorgevariante ist für Ansprüche im „System Alt“ anzuraten?
  • Wie wichtig ist für das Unternehmen eine Mitarbeiterbindung?
  • Sind Abfertigungsrückstellungen steuerfrei aufgelöst worden?
  • Soll vorgesorgt werden und dabei Steuer gespart werden?

Welche Lösung am besten für das Unternehmen geeignet ist, ist von diversen Faktoren abhängig, wie z.B. die Mitarbeiteranzahl, Fluktuation, Gewinnsituation, Liquidität, Bilanzgestaltung, Steueroptimierung.

Als betriebliche Vorsorge für das „System alt“ bieten sich zwei Varianten an:

Abfertigungsrückdeckungsversicherung

Auslagerung der Abfertigungsansprüche in eine Direktversicherung (Abfertigungsauslagerungsversicherung)

Analyse Abfertigung alt anfordern…