19 Mrz

Crowdfunding

Crowdfunding

Crowdfunding – Crowdinvesting

Die veränderte Situation am Kapitalmarkt, die strengere Reglementierung von Banken und damit verbunden deren geringe Bereitschaft zur Finanzierung von risikobehafteten Projekten bzw. Vorhaben haben eine neue Art der Geldbeschaffung mit sich gebracht – Crowdfunding oder -investing.

In Österreich hat sich in Folge des Streits zwischen der Finanzmarktaufsicht und dem Waldviertler Schuhfabrikanten Heini Staudinger mit seiner Unternehmensfinanzierung eine öffentlichkeitswirksame Diskussion entfacht, die letzten Endes der Ausbreitung von Crowdfunding (-investing) gedient hat.

Unternehmer nehmen vermehrt die Möglichkeiten dieser Finanzierungsform wahr, sie haben rasch erkannt, dass ihre Entscheidungsfreiheit nicht durch Vorgaben des Finanziers beeinträchtigt wird, in aller Regel eine Kundenbindung durch die Investoren erfolgt, eine breite Investorenbasis zur Verfügung steht und eine Präsentation des Unternehmens in öffentlichkeitswirksamer Form ermöglicht wird.

Was versteht man unter den Begriffen Crowdfunding (-investing) bzw. was sind deren wesentlichen Aspekte?
  • das Angebot richtet sich an die „Crowd“ („viele Leute“) und erfolgt in der Regel über das Internet
  • der Investor ist bereits mit einem geringen Betrag beteiligt
  • die Investition erfolgt in ein bestimmtes Projekt

Es existieren unterschiedliche Ausprägungen von Crowdfunding:

  • donation-based crowdfunding: bei dieser Variante handelt es sich um Spenden für ein bestimmtes Projekt oder eine gute Tat für ein Vorhaben
  • reward-based crowdfunding: der Investor erhält für seine Investiton ein Dankeschön in Form eines Goodies oder eines Prototyps, häufig wird diese Form der Finanzierung bei Film- oder Musikprojekten oder bei Erfindungen von Produkten angewandt
  • lending-based crowdfunding: für seine Investition erhält der Kapitalgeber einen vorab definierten Zins, verschiedene Varianten der Zinszahlungen können angeboten werden
  • equity-based crowdfunding: die Investoren erwerben eine Beteiligung am Unternehmen, sie profitieren am jährlichen Gewinn und an der Steigerung des Unternehmenswertes

Von Crowdinvesting spricht man vor allem bei lending-based crowdfunding und equity-based crowdfunding.

Welche Beteiligungsformen kommen grundsätzlich in Frage?
  • Unternehmensanleihen
  • gesellschaftsrechtliche Beteiligungen – GmbH&CoKG, stille Gesellschaft, Unterbeteiligung
  • Genussrechtsmodelle
  • qualifizierte Nachrangdarlehen

In der Praxis haben sich Genussrechtsmodelle und qualifizierte Nachrangdarlehen als häufigste Gestaltungsformen herausgebildet.

 Bedeutende Fragestellungen bei der Veranlagung
  • Welches Anlageziel wird hinsichtlich Dauer, vorzeitigem Ausstieg, Ertragserwartung verfolgt?
  • Welches Risiko hat die Veranlagung?
  • Welche Gesamtkosten verursacht die Veranlagung?
  • Wie sieht die steuerliche Situation aus?
  • Welcher Produktgeber steht hinter der Veranlagung?
  • In welcher Phase befindet sich das Unternehmen?
  • In welche Projektart wird investiert?
  • Wie wird ein allfälliger Anteilswert berechnet?
  • Welche Exit-Szenarien sind vorgesehen?
  • Gibt es eine Nachschussverpflichtung?
Österreichische Crowdfunding-Plattformen

DasErtragReich zeichnet sich dadurch aus, dass nur in bestehende Unternehmen investiert wird, also keine Start-ups finanziert werden. Als Finanzierungsform wird das qualifizierte Nachrangdarlehen gewählt. Es erfolgen keine kostspieligen Unternehmensbewertungen. Als Folge davon ergibt sich eine schlanke Kostenstruktur und eine erhöhte Chance auf Gelingen des zu finanzierenden Projektes. Es werden zusätzlich exklusive Tranchen über Vermögensberater (z.B. CKP Consulting) angeboten.

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