12 Dez

Rückkauf von Lebensversicherungen

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Rückkauf von Lebensversicherungen

Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise herrscht ein historisch niedriges Zinsniveau. Damit einhergehend ist auch ein sukzessives Absinken des Garantiezinssatzes und der Gewinnbeteiligungen bei klassischen Lebensversicherungen verbunden. Die Renditeerwartungen der Sparer erfüllen sich schon seit längerer Zeit nicht mehr.

Bei Anlegern, die in Fondspolizzen investiert haben, ist die Enttäuschung ebenfalls groß, da die vorhergesagten Gewinnprognosen bei weitem nicht erreicht wurden. Die von den Gesellschaften bekanntgegebenen Wertentwicklungen weichen zudem noch stark von den vorhandenen Portefeuille-Werten ab.

Ein Teil dieser Differenzen bei den Fondspolizzen liegt sicherlich auch in den hohen Kosten, die den Sparern von den Versicherungen verrechnet werden. Es liegt die Vermutung nahe, dass von den Gesellschaften zu Lasten der Anleger geschäftspolitisch eine Abschöpfungspolitik betrieben wurde und auch heute noch betrieben wird. Intransparente Kosten für Vermögensverwaltung und Risikoabsicherung schmälern den ausgewiesenen Performance-Ertrag wesentlich.

Zusätzlich haben sich die ersten Anbieter  vom österreichischen Markt zurückgezogen und überlassen die Kunden nun sich selbst.

Mit dieser Situation konfrontiert überlegen viele Anleger aus den bestehenden Lebensversicherungsverträgen auszusteigen.

Leider werden beim Rückkauf von Lebensversicherungen (sowohl bei klassischer als auch bei fondsgebundener) von Seiten der Anleger oftmals leicht vermeidbare Fehler gemacht.

Angesprochen sei einerseits die Vermeidung der Nachzahlung von 7% Versicherungssteuer bei Verträgen, die prämienfrei gestellt wurden und vor der steuerlichen Mindestlaufzeit rückgekauft werden.

Andererseits werden den Versicherungsnehmern beim vorzeitigen Ausstieg aus Lebensversicherungsverträgen von den Gesellschaften häufig hohe Abschläge verrechnet. Abschläge, die vor allem bei Verträgen, die bis zum Jahr 2005 abgeschlossen wurden, auf Bedingungen mit Rückkaufsklauseln und Rückkaufabschlägen beruhen, die der OGH in seiner Rechtssprechung als intransparent und somit gesetzwidrig beurteilt hat.

Je nach angespartem und vorhandenen Wert der Lebensversicherung können diese Auflösungskosten beträchtliche Summen annehmen und den vorzeitigen Ausstieg noch schmerzlicher erscheinen lassen.

Professionelle Unterstützung durch einen unabhängigen Versicherungsmakler hilft größeren Schaden zu vermeiden.

Grundsätzlich stellt sich nach der Auflösung aber auch die Frage, in welche Alternative zukünftig investiert werden soll. Bei kürzerer Restlaufzeit und nochmaligen Abschlusskosten eine Gesellschaft durch eine andere zu ersetzen macht keinen Sinn. Es sei denn, es fallen keine zusätzlichen Abschlusskosten und Gebühren für die gesamten zukünftigen Einzahlungen über die geplante Restlaufzeit an, die Kosten sind transparent und niedrig gehalten und die Gesellschaft weist eine langjährige Erfahrung mit einer Spitzen-Leistungsbilanz ihrer Portfolios aus. Zusätzlich sollte möglichst hohe Flexibilität bei Einzahlungen und Entnahmen gegeben sein – KEST-Befreiung vorausgesetzt.

Die gute Nachricht: es gibt die zuvor erwähnten Alternativen des Aus- bzw. Umstiegs!

Wenn auch Sie beim Rückkauf Lebensversicherungen optimieren möchten – CKP Consulting!